Venice Update

Google hat in den vergangenen 14 Monaten vier bedeutende Updates an dessen Algorithmus vorgenommen. Wie die Überschrift schon sagt, dreht sich dieser Artikel um das Venice Update. Dieses ist inzwischen auch hierzulande angekommen und spaltet derzeit die SEO-Szene. Viele sind der Ansicht, es sei dafür verantwortlich, dass in den organischen Suchergebnissen vermehrt lokale Ergebnisse angezeigt werden.

Es gibt aber auch eine kleinere Gruppe, die diese Veränderung in den Rankings auf ein namenloses Local Update zurück führt. Laut dieser Meinung sorgt das Venice Update für eine Neubewertung des Contents im Bereich der Universal Search. Hier wird nun der lokale Bezug besser erkannt, zum Beispiel auch bei Google+ Local, dem ehemaligen Places.

Diese Neubewertung führt zusammen mit dem Local Update dazu, dass die Suchergebnisse nun deutlich mehr regionale Seiten beinhalten als vorher.

Ich persönlich neige auch eher zu der zweiten Ansicht. Dafür ausschlaggebend ist einerseits der Artikel von Martin Mißfeldt zu den Auswirkungen des Local Updates. Andererseits hilft auch ein Blick über den deutschen Tellerrand hinaus. In einem Artikel vom 12. März bei moz.com werden die Beobachtungen über die Auswirkungen des Venice-Updates umfassend beschrieben.

Irgendwie schon witzig, dass es auch hier in Deutschland „unter dem Radar“ geblieben ist. Und das obwohl das Update hier erst etwa drei Monate später Einzug gehalten hat. So gesehen hat Google dann wohl alles richtig gemacht, als es diese wichtigen Punkte in seiner Update-Mitteilung im Februar 2012 erst an 30. oder 31. Position erwähnt hat. Die meisten SEOs haben sich auf etwas konzentriert, das schon viel früher in der Liste angesprochen wurde (Pinguin). Dabei sind dann die Ankündigungen von Venice Update und verbesserten lokalen Suchergebnisse untergegangen. Das war mit Sicherheit auch so von Google beabsichtigt.

Generell lohnt es sich noch ein wenig mehr Content mit lokalem Bezug zu generieren.

Viele KMUs werden diese Entwicklung mit Sicherheit begrüßen. Außerdem dürfte es ein Zugeständnis von Google an die stetig wachsende Zahl von mobilen Suchanfragen sein, die ja häufig lokal eingeschränkt wurden. Das können sich die User jetzt sparen, Google trackt den Standort gleich mit. Ich wage mal die Behauptung diese Änderung ist für viele SEOs erst einmal keine gute Nachricht. Den meisten Usern wird es eher egal sein oder auch gefallen.

Am härtesten trifft es natürlich die überregionalen Anbieter. Diese können sich nun so gut wie nie sicher sein, in einer Region wirklich unter den ersten Suchergebnissen dabei zu sein. Natürlich gibt es auch hier Strategien, die das ändern sollen. Aber in vielen Fällen dürfte es ohne Mehraufwand nicht zu realisieren sein. Das heißt, dass Google-Adwords für viele Unternehmen nochmals interessanter wird. Es dürfte für viele deutlich günstiger sein das Engagement dort zu verstärken als ausgeklügelte Strategien für lokale Signale zu entwickeln und zu verfolgen.

An diesem Punkt profitiert dann auch wieder Google ganz maßgeblich vom Venice Update, wenn auch nur indirekt.

Scheinbar gibt es durch das Venice Update viele Gewinner: Lokale Unternehmen und Webseitenbetreiber, die User und Google selbst. Nur die SEOs sind wohl nicht ganz so begeistert.

Wie sehen Sie das? Und was ist das Venice Update nun, eine Anpassung der Bewertung von lokalem Universal Search Content oder doch das Local Update selbst?

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4 Kommentare
23.07.2012

Ob Panda, Pinguin, Venice oder was auch immer. Ich denke die SEOs wissen ganz genau, was beim Linkbuilding in der Grau oder Blackzone liegt. Am besten man macht sauberes SEO, dann können einem die Algorythmusupdates vollkommen egal sein. Außerdem schläft man dann besser. :)

30.07.2012

Wer sauber und gut arbeitet, der freut sich auf jedes Google Update :)