Google+ Autorenverknüpfung – SEO-Grundlagen

Es ist mal wieder Zeit für einen SEO-Grundlagen Artikel. Das passt auch ganz gut zusammen mit dem Themenkomplex Google+, denn dazu haben wir in den nächsten Wochen noch mehrere Themen geplant. Google+ Profile werden für die Suchmaschinenoptimierung benutzt und gerade die Verknüpfung der Inhalte einer Website mit Google+ Autorenprofilen ist momentan die sinnvollste Möglichkeit dazu. Doch wie genau funktioniert das? Es gibt zwar bereits ungefähr eine Million andere Seiten die das erklären, aber darunter habe ich doch tatsächlich welche gefunden, bei denen es falsch erklärt wurde – und die waren nicht einmal schlecht platziert.

Warum verknüpfen Autoren ihre Inhalte mit dem Google+ Profil?

Es gibt zahlreiche Gründe, Inhalte auf der eigenen oder einer anderen Website mit Google+ zu verknüpfen. Seit es das Netzwerk gibt wurde immer gemutmaßt, dass SEO wohl in Zukunft einer der wichtigsten davon sein könnte. Und in der Tat, seitdem die Autorenverknüpfungen auch Rankingvorteile bieten, ist es umso wichtiger geworden sie einzufügen. So kann man aus SEO-Perspektive zwei Vorteile nennen, die die Autorenverknüpfung mit Google+ betreffen: 1. das Ranking, 2. die bessere Sichtbarkeit in den Suchergebnissen durch die Einblendung von Profilbildern. Diese Einblendungen des Profilbilds des Autors und weiterer Informationen tauchen immer häufiger in den Suchmaschinen als Rich Snippets auf.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die eigene Website oder die eigenen Inhalte mit Google+ zu verknüpfen: Einerseits über die Autorenverknüpfung (rel=“Author“), die heute behandelt wird und andererseits über die Funktion rel=“publisher“, die die Website mit einer Google+ Unternehmensseite verknüpft.

Autorenprofile mit den Inhalten verbinden:

Die Möglichkeit zur Verknüpfung von Website Content mit Google+ Profilen der Autoren besteht schon lange. Für Google hat das den Zweck, dass es dadurch nicht nur die Autoren kennenlernt (Google+), sondern durch die Verbindung zu deren Inhalten, diese auch noch besser Einordnen kann. Dadurch spielt die Reputation des Autors zunehmend eine Rolle in der Bewertung von Inhalten. Außerdem geht es Google ja angeblich auch um Authentizität, die man anscheinend über die Autorenverknüpfung besser zu gewährleisten glaubt. Auf diese Thematik gehen wir aber in einem späteren Artikel noch einmal genauer ein.

Um die eigenen Inhalte mit seinem Google+ Profil zu verknüpfen, muss man auch ein Profil haben. Also sollte zuerst ein solches erstellt werden. Es sollte auch vollständig ausgefüllt sein – dabei begleitet Google+ einen in einer Schritt-für-Schritt Anleitung. Das wichtigste im Hinblick auf die SEO ist dabei das Profilbild, das im Idealfall deutlich ein Gesicht zeigen sollte (wobei Google bei der Erkennung etwas ungeschickt ist).

Danach gibt es zwei Möglichkeiten, das Profil und die eigenen Inhalte zu verknüpfen:

1. Die einfache Variante: per E-Mail-Adresse

Seit einiger Zeit bietet Google die Möglichkeit die Autorenschaft einfach per Email zu bestätigen. Das geht aber nur, wenn man eine E-Mail-Adresse in der Domain der Website sein Eigen nennen kann. Ansonsten muss man auf die zweite Variante ausweichen.

Hat man eine solche E–Mail-Adresse, sollte man sich bei Google(+) einloggen und  die Seite zur Verifikation der Authorship, also Urheberschaft besuchen. Dort gibt man einfach die Adresse ein und im Normalfall erledigt Google dann alles weitere, sprich: Domain erkennen und alles relevante im Google+ Profil eintragen. Konkret bedeutet das, dass im Google+ Profil unter dem Punkt „Macht mit bei“ (gehört zur Kategorie Links) die richtige Domain stehen sollte. Ist das der Fall, ist alles fertig. Und dann hilft nur noch warten. Es ist allerdings wichtig, dass in den Artikeln die verknüpft werden sollen, der Autor klar erkennbar ist (z.B. von oder by David Linden) und dass der genannte Name mit dem im Google+ Profil identisch ist. Danach muss abgewartet werden, denn erstmal passiert nichts in den Suchergebnissen.

2. Die Allrounder-Variante, mit einem rel=“author“ Link

Die zweite Variante ist ein wenig aufwendiger, da man hier einen Link in die Website selbst einfügen muss. Die Anleitung dazu findet sich bei Google selbst. Der einzufügende Link sieht dann in etwa so aus:

<a href=”[profile_url]?rel=author”>Beispielname</a>

Dort wo [profile_url] steht, muss die URL des Google+ Profils des Autors eingetragen werden. Ein kleiner Hinweis von mir, weil mir das öfter passiert: beim Kopieren der Google+ URL sollte darauf geachtet werden, dass man auch die URL der Profil-Startseite kopiert. Außerdem sollte da natürlich nicht „Beispielname“ stehen, sondern am besten der des jeweiligen Autoren.

Sind alle Artikel dieses Autors so ausgezeichnet, muss er selber noch auf sein Google+ Profil gehen und dort unter dem Punkt „Links“ bei „Macht mit bei“ manuell die Domain angeben, unter der seine Inhalte verlinkt sind. Damit ist dann auch Variante 2 abgeschlossen.

Und dann?

Sind diese Dinge erledigt, heißt es warten. Google braucht eine Weile, um die Autoreninformationen in die Suchergebnisse zu übernehmen. Aber es gibt weder einen genauen Zeitraum der sich da benennen lässt, noch gibt es eine Garantie von Google, dass die Autoreninformationen überhaupt in den Suchergebnissen auftauchen. Es bleibt also nur zu hoffen – die Kriterien sind undurchsichtig. Ob alles richtig geklappt hat, kann man aber auf jeden Fall mit Googles Test-Tool für strukturierte Daten überprüfen, und zwar hier.

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